Drohne unter 250 g - ohne Führerschein fliegen?
Leicht ist nicht regelfrei: Drohnen unter 250 g brauchen keinen Führerschein - aber Registrierung, Versicherung und Sichtweite bleiben Pflicht.
Eine Drohne unter 250 Gramm (Klasse C0) darfst du in Deutschland ohne Drohnenführerschein fliegen. Das macht leichte Kameradrohnen so beliebt. „Ohne Führerschein“ heißt aber nicht „ohne Regeln“: Du musst dich als Betreiber registrieren, eine Haftpflichtversicherung haben und dich an Höhen- und Sichtweitenlimits halten.
- Kein Führerschein nötig (C0, unter 250 g, kein erhöhtes Risiko).
- Registrierung (eID) Pflicht, sobald eine Kamera/Sensor verbaut ist.
- Haftpflichtversicherung ist Pflicht - auch für leichte Drohnen.
- 120 m max. Höhe, nur in Sichtweite (VLOS).
Kein Führerschein - aber Registrierung
Sobald deine Drohne eine Kamera oder einen Sensor hat, der personenbezogene Daten erfassen kann - also fast jede moderne Kameradrohne - ist die Betreiberregistrierung beim LBA Pflicht. Die dabei vergebene eID musst du sichtbar an der Drohne anbringen. Ohne Kamera und unter 250 g entfällt die Registrierungspflicht in der Regel.
Versicherung ist Pflicht
Auch eine leichte Drohne kann Schaden anrichten - deshalb ist eine Drohnen-Haftpflichtversicherung unabhängig vom Gewicht vorgeschrieben. Manche private Haftpflichtpolicen schließen Drohnen ein, viele aber nicht. Prüfe das vor dem ersten Flug.
Höhe, Sichtweite und Zonen
Es gilt die 120-Meter-Regel und der Flug nur in direkter Sichtweite (VLOS). Geo-Zonen, Flugverbotszonen und lokale Beschränkungen gelten auch für die kleinste Drohne - prüfe sie vor jedem Start über die dipul-Daten.
Näher an Personen - aber mit Rücksicht
C0-Drohnen dürfen näher an unbeteiligten Personen fliegen und haben keinen festen Mindestabstand zu Wohngebieten. Das ist kein Freifahrtschein: Die Privatsphäre anderer ist geschützt (§201a StGB), gezieltes Filmen fremder Grundstücke und das Überfliegen von Menschenmengen sind nicht erlaubt. Mehr dazu im Ratgeber Drohne im Wohngebiet.
Willst du später aufrüsten? Dann lohnt der Blick auf den Drohnenführerschein, der ab 250 g relevant wird.
Dieser Ratgeber ist eine Planungshilfe und keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die Angaben des Luftfahrt-Bundesamts und die EU-Verordnung 2019/947. Im Zweifel wende dich an die zuständige Behörde.
Häufige Fragen
- Darf ich eine Drohne unter 250 g ohne Führerschein fliegen?
- Ja. Für Drohnen unter 250 g Startmasse (Klasse C0) ohne erhöhtes Risiko brauchst du keinen Drohnenführerschein. Trotzdem gelten weiter Pflichten wie Registrierung, Haftpflichtversicherung und das Höhenlimit von 120 Metern.
- Muss ich eine Drohne unter 250 g registrieren?
- In den meisten Fällen ja. Sobald deine Drohne eine Kamera oder einen Sensor hat, der personenbezogene Daten erfassen kann - was bei nahezu allen Kameradrohnen der Fall ist - ist die Betreiberregistrierung (eID) beim LBA Pflicht, auch unter 250 g.
- Brauche ich eine Versicherung für eine Drohne unter 250 g?
- Ja. Eine Haftpflichtversicherung ist in Deutschland für Drohnen unabhängig vom Gewicht Pflicht - auch für Modelle unter 250 g. Prüfe, ob deine private Haftpflicht Drohnen abdeckt, sonst brauchst du eine separate Police.
- Wie hoch und wie weit darf ich mit einer 250-g-Drohne fliegen?
- Es gilt das Höhenlimit von 120 Metern über Grund und der Flug nur in Sichtweite (VLOS). Geo-Zonen, Flugverbotszonen und lokale Einschränkungen musst du genauso beachten wie bei größeren Drohnen.
- Darf ich mit einer C0-Drohne über Personen oder Wohngebiete fliegen?
- C0-Drohnen dürfen näher an unbeteiligten Personen geflogen werden und haben keinen festen Mindestabstand zu Wohngebieten. Trotzdem musst du die Privatsphäre wahren - §201a StGB schützt den höchstpersönlichen Lebensbereich - und Geo-Zonen beachten. Gezieltes Überfliegen von Menschenmengen ist tabu.