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Ratgeber

Drohnenführerschein - welcher gilt für dich?

A1/A3, A2 und STS - wir zeigen dir, welcher Drohnenführerschein für deine Drohne und deinen Flug zählt.

In Deutschland und der EU gibt es zwei zentrale Drohnen-Kompetenznachweise: den EU-Kompetenznachweis A1/A3 (der „kleine“ Drohnenführerschein) und das EU-Fernpilotenzeugnis A2 (der „große“). Welchen du brauchst, hängt vom Gewicht und der C-Klasse deiner Drohne sowie davon ab, wie nah du an Personen fliegst.

Kurz gesagt
  • A1/A3: online und kostenlos beim LBA - Pflicht für die meisten Drohnen ab 250 g.
  • A2: zusätzliche Theorieprüfung - für C2-Drohnen näher an Personen.
  • STS: nur in der speziellen Kategorie nötig (z. B. BVLOS).
  • Unter 250 g (C0)? Oft kein Führerschein - aber Registrierung beachten.

A1/A3 - der EU-Kompetenznachweis (kleiner Führerschein)

Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 ist der Einstieg für fast alle Drohnenpiloten. Du absolvierst ein Online-Training und eine Online-Prüfung beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) - das ist kostenlos und ortsunabhängig möglich. Damit darfst du in den Unterkategorien A1 (nah an Personen mit leichten Drohnen) und A3 (mit Abstand zu Personen und Wohngebieten) fliegen.

A2 - das EU-Fernpilotenzeugnis (großer Führerschein)

Willst du eine C2-Drohne näher an unbeteiligten Personen einsetzen, brauchst du das EU-Fernpilotenzeugnis A2. Voraussetzung ist ein gültiger A1/A3-Nachweis, ein praktisches Selbststudium und eine zusätzliche Theorieprüfung bei einer anerkannten Stelle. A2 ist der „große“ Drohnenführerschein für anspruchsvollere Flüge in der offenen Kategorie.

STS - Standardszenarien (spezielle Kategorie)

Reicht die offene Kategorie nicht aus - etwa bei Flügen außerhalb der Sichtweite (BVLOS) oder über Menschenansammlungen - kommen die Standardszenarien (STS) der speziellen Kategorie ins Spiel. Für typische Hobby-, Foto- und Inspektionsflüge in Sichtweite brauchst du STS in aller Regel nicht.

C-Klassen und passender Führerschein

  • C0 (unter 250 g) → A1 (oft ganz ohne Prüfung fliegbar)
  • C1 (unter 900 g) → A1 mit A1/A3-Kompetenznachweis
  • C2 (unter 4 kg) → A2-Fernpilotenzeugnis für den näheren Betrieb
  • C3/C4 (unter 25 kg) → A3 mit großem Abstand zu Personen

Mehr Details zu Kategorien und Pflichten findest du in unserem Überblick zur EU-Drohnenverordnung. Hast du eine besonders leichte Drohne, lohnt der Blick auf Drohnen unter 250 g. Und unabhängig vom Führerschein gilt: Vor dem Start die Geo-Zonen prüfen.

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Keine Rechtsberatung

Dieser Ratgeber erklärt die Drohnenführerschein-Klassen allgemeinverständlich und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Angaben des Luftfahrt-Bundesamts und die EU-Verordnung 2019/947. Im Zweifel wende dich an die zuständige Behörde.

Häufige Fragen

Brauche ich überhaupt einen Drohnenführerschein?
Für die meisten Drohnen ab 250 g Startmasse brauchst du mindestens den EU-Kompetenznachweis A1/A3. Drohnen unter 250 g (Klasse C0) ohne erhöhtes Risiko kannst du in der Regel ohne Führerschein fliegen - eine Betreiberregistrierung beim LBA bleibt aber meist trotzdem Pflicht.
Was ist der Unterschied zwischen A1/A3 und A2?
A1/A3 ist der EU-Kompetenznachweis (der "kleine" Schein): online, kostenlos beim LBA, für die offene Kategorie. A2 ist das EU-Fernpilotenzeugnis (der "große" Schein) für den näheren Betrieb an Personen mit C2-Drohnen - dafür brauchst du zusätzlich eine Theorieprüfung bei einer anerkannten Stelle.
Was kostet der A1/A3-Drohnenführerschein?
Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 ist beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) kostenlos. Du absolvierst ein Online-Training und eine Online-Prüfung. Für A2 fallen je nach anerkannter Prüfstelle Gebühren an.
Welcher Führerschein gilt für welche Drohnenklasse?
C0 (unter 250 g) und C1 (unter 900 g) fliegst du mit A1/A3. C2 (unter 4 kg) erfordert A2, wenn du näher an Personen fliegst. C3 und C4 (unter 25 kg) fallen unter A3 - mit großem Abstand zu Personen und Wohngebieten.
Was ist STS und wann brauche ich es?
STS steht für Standardszenarien in der speziellen Kategorie. Sie greifen, wenn dein Vorhaben über die offene Kategorie (A1/A2/A3) hinausgeht - etwa BVLOS oder Flüge über Menschenmengen. Für typische Hobby- und Foto-Flüge in der offenen Kategorie brauchst du STS nicht.
Gilt mein deutscher Drohnenführerschein in der ganzen EU?
Ja. A1/A3 und A2 basieren auf der EU-Verordnung 2019/947 und werden EU-weit anerkannt. Beachte vor Ort trotzdem nationale Geo-Zonen und Sonderregeln des jeweiligen Landes.

Quellen