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29. Juli 2026

Flugbuch führen als Drohnenpilot: Pflicht oder Empfehlung?

Wann ein Flugbuch für Drohnenpiloten in Deutschland Pflicht ist, wann es freiwillig aber sinnvoll ist - und was ein gutes Flugprotokoll enthalten sollte.

"Muss ich ein Flugbuch führen?" ist eine der Fragen, bei denen die Antwort je nach Szenario unterschiedlich ausfällt - anders als beim Zonen-Check, wo dieselben amtlichen Daten für alle gelten.

Wann ein Flugprotokoll vorgeschrieben ist

Verpflichtend ist eine Dokumentation insbesondere:

  • In der "speziellen" Kategorie (Specific), wenn deine Betriebsgenehmigung eine Protokollierung als Auflage enthält - das ist häufig der Fall.
  • Nach einem Vorfall oder Unfall: Betreiber und Fernpiloten sind verpflichtet, meldepflichtige Ereignisse zu dokumentieren.
  • Bei kommerziellem oder behördlichem Einsatz (z. B. Vermessung, Inspektion, Einsatzflüge für Organisationen), wo Auftraggeber oder interne Vorgaben eine lückenlose Dokumentation verlangen.

Für die "offene" Kategorie ohne besondere Auflagen ist ein Flugbuch dagegen nicht pauschal gesetzlich vorgeschrieben - hier lohnt sich trotzdem ein Blick in deine individuelle Betriebsgenehmigung, falls vorhanden, sowie in aktuelle Vorgaben deiner Landesluftfahrtbehörde.

Wichtig

Diese Einordnung ist eine allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Ob für deinen konkreten Betrieb eine Dokumentationspflicht besteht, hängt von Kategorie, Genehmigung und Einsatzart ab - im Zweifel bei der zuständigen Luftfahrtbehörde nachfragen.

Warum sich ein Flugbuch trotzdem lohnt

Auch ohne explizite Pflicht sprechen drei Gründe für ein sauber geführtes Flugprotokoll:

  1. Nachweis im Streitfall. Bei einer Lärmbeschwerde, einem vermuteten Regelverstoß oder einem Versicherungsfall ist ein lückenloses Protokoll (Ort, Zeit, Dauer, Drohne, Wetter) der schnellste Weg, den eigenen Betrieb zu belegen.
  2. Wartungshistorie. Flugstunden pro Drohne sind eine sinnvolle Grundlage für Wartungsintervalle - unabhängig von rechtlichen Vorgaben.
  3. Eigene Auswertung. Wer viel fliegt, profitiert von einer Übersicht: Flugstunden pro Monat, Verteilung auf Drohnen, Muster bei Vorfällen.

Was ein gutes Flugprotokoll enthalten sollte

  • Datum, Start- und Endzeit, Flugdauer
  • Standort (idealerweise mit Zonen-Snapshot zum Flugzeitpunkt)
  • Verwendete Drohne und Betriebskategorie
  • Wetterbedingungen (Wind, Sicht, Niederschlag)
  • Vorfälle oder Besonderheiten, auch wenn kein meldepflichtiges Ereignis vorlag

Das Flugbuch in DrohnenAtlas bietet genau diese Felder als strukturierte Eingabe beim Anlegen eines Flugs - Datum, Zeit und Dauer werden vorausgefüllt, Wetterdaten übernimmt die App automatisch, wenn der Flug aus einem Flugplan gestartet wurde. Das Protokoll lässt sich mit Flugplänen verknüpfen und exportiert sich als CSV, JSON oder PDF - für den Fall, dass du es extern vorlegen musst. Diese Funktion ist Teil der kostenlosen Kernfunktionen von DrohnenAtlas, siehe Kostenlose Drohnen App.

Aufbewahrungsdauer

Als Orientierung gilt: Dokumentiere Flüge so lange, wie die Aufbewahrungspflicht für die zugrunde liegende Genehmigung oder Versicherung läuft - üblich sind mehrjährige Zeiträume. Prüfe die genaue Frist in deiner Betriebsgenehmigung bzw. bei deiner Versicherung.

Mehr zu den rechtlichen Grundlagen: LuftVO §21h, EU-Richtlinien.

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